Sagen und Geschichten
Im Gegensatz zu Märchen beziehen sich Sagen auf bestimmbare Orte, sind meist schriftlich überliefert und haben eine historische Dimension: Sie sind Zeugnisse des Volksglaubens und spiegeln in Bezug auf Frau Holle eine sehr lange und lebendige Tradition wider. So wie die von Jakob Grimm erzählte Sage vom Frau-Holle-Teich in einer verkürzt widergegebenen Fassung von 1799. In der Sammlung der Gebrüder Grimm finden sich, in ihrer ältesten schriftlichen Urform, im Buch Saturnalia des Barockschriftstellers Johann Praetorius (1630 bis 1680) weitere Sagen die sich mit dem Meißner-Berg in Verbindung bringen lassen.
Ein weiterer bedeutender Schriftsteller war Dr. Karl Christian Schmieder, der 1819 ein Büchlein mit dem Titel „Ein hessisches Volksmärchen vom Meisnerberge" herausbrachte, das reich mit Ortsbezeichnungen aus dem Meißnergebiet durchwebt ist.
So vielfältig wie die Geschichten um Frau Holle sind, so vielfältig sind auch ihre Erscheinungsformen, von denen auf den folgenden Seiten berichtet wird. Mal erscheint sie gütig, belohnend, segensreich und helfend, mal strafend und wild. Mal ist sie ein junges, venusgleiches Wesen, mal Mütterchen oder gar langnasige und großzähnige Alte mit verworrenem Haar. Mehr
Das bekannteste Märchen der Weltgeschichte wurde 1812 in den „Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm" veröffentlicht. Mehr
Im Gegensatz zu Märchen beziehen sich Sagen auf bestimmbare Orte, sind meist schriftlich überliefert und haben eine historische Dimension. Mehr


