Frau Holle

Der Hohe Meißner ist Hausberg der Frau Holle

Das Frau Holle Märchen und auch viele Frau Holle-Sagen spielen hier am Hohen Meißner. Der Frau Holle-Teich gilt als Eingang in ihr unterirdisches Reich. Der Sage nach ist er unendlich tief und von dort unten, aus Frau Holles silbernem Schloss, soll zuweilen Glockengeläut ertönen, das freilich nur „Sonntagskinder“ hören können...

Ein Mythos wird lebendig

So vielfältig wie die Geschichten um Frau Holle sind, so vielfältig sind auch ihre Erscheinungsformen, von denen auf den folgenden Seiten berichtet wird. Mal erscheint sie gütig, belohnend, segensreich und helfend, mal strafend und wild. Mal ist sie ein junges, venusgleiches Wesen, mal Mütterchen oder gar langnasige und großzähnige Alte mit verworrenem Haar.

Für die 315 cm hohe Holzskulptur wählte man die Version der jungen schönen Frau, die sich der Sage nach badend aus dem Frau-Holle-Teich erhebt. 2004 arbeiteten Holzkünstler Viktor Donhauser und sein Sohn Ilja ihre Vorstellung von weiblicher Schönheit aus einer alten Ulme zum Bild von Frau Holle heraus. Das Kissen wurde als Attribut an das bekannte Volksmärchen Frau Holle hinzugefügt. Der Respekt an den Mythos Frau Holle gebietet, dass die Skulptur nur vom Ufer aus betrachtet und nicht angefasst werden soll.

Geheimnisvolle Frau Holle - Volksglaube

Von Frau Holle wird am Meißner mancherlei erzählt, Gutes und Böses:

Der Storch holt die kleinen Kinder aus dem Frau-Holle-Teich.
Wenn Frau Holle Feuer macht und kocht, ist der ganze Meißner von Nebel umhüllt; ist der Himmel überm Meißner rot, dann bäckt Frau Holle Brot...

Sagen und Geschichten

Im Gegensatz zu Märchen beziehen sich Sagen auf bestimmbare Orte, sind meist schriftlich überliefert und haben eine historische Dimension: Sie sind Zeugnisse des Volksglaubens und spiegeln in Bezug auf Frau Holle eine sehr lange und lebendige Tradition wider. So wie die von Jakob Grimm erzählte Sage vom Frau-Holle-Teich in einer verkürzt widergegebenen Fassung von 1799. In der Sammlung der Gebrüder Grimm finden sich, in ihrer ältesten schriftlichen Urform, im Buch Saturnalia des Barockschriftstellers Johann Praetorius (1630 bis 1680) weitere Sagen die sich mit dem Meißner-Berg in Verbindung bringen lassen.

Ein weiterer bedeutender Schriftsteller war Dr. Karl Christian Schmieder, der 1819 ein Büchlein mit dem Titel „Ein hessisches Volksmärchen vom Meisnerberge" herausbrachte, das reich mit Ortsbezeichnungen aus dem Meißnergebiet durchwebt ist.

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Veranstaltungen

Wir bieten verschiedene Veranstaltungen rund um Frau Holle und die Brüder Grimm an. Von der Busbegleitung, über Meißnergeschichten am Bollerofen bis zur geführten Wanderung.

Telefon 05651-952125.

Das bekannteste Märchen der Weltgeschichte wurde 1812 in den „Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm" veröffentlicht.  Mehr erfahren