So wirken Schafe
so-wirken-schafeSind Schafe lebende Rasenmäher?
Nein. Ein Rasenmäher schneidet alles ab, er macht keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Pflanzen. >Mehr

Hüteschäferei

Sind Schafe lebende Rasenmäher?

Nein. Ein Rasenmäher schneidet alles ab, er macht keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Pflanzen.

Und Schafe?

Schaf-kein-RasenmaeherSchafe selektieren beim Fressen, d.h. manche Pflanzen werden sehr gerne gefressen andere nur wenig und manche gar nicht. Einige Beispiele: Disteln haben Stacheln, sie schützen sich so vor dem Schafmaul, die Wolfsmilch ist giftig, das Schaf würde sterben. Wacholder sind auch stachelig und sie werden vom Schaf auch nicht gefressen, Thymian und Majoran duften den Schafen zu stark und sie schmecken ihnen nicht. Andere Pflanzen wie Gräser, Kräuter und Baum- und Buschblätter werden gerne gefressen. Durch diese Auswahl formt (frisst) das Schaf eine ganz typische Pflanzengesellschaft zurecht. Ohne Schafe würde es diese nicht geben.

Mit Zähnen, Klauen und Samentaxi

so-wirken-schafeSchafe fressen selektiv:
Wir haben gesehen, dass Schafe keine Rasenmäher sind. Sie fressen sehr selektiv, was schmeckt wird gefressen, was nicht schmeckt oder gar giftig ist bleibt stehen.
Schafe schaffen Keimbetten:
Der Triff der Schafe mit ihren Klauen auf dem Boden sorgt für kleine Bodenverwundungen, der Mineralboden wird freigelegt, ein "Keimbett" entsteht. Viele typische Pflanzen, wie Thymian oder Enzian, brauchen solche Keimbetten um keimen zu können.


Schafe sind ein Samentaxi:
Wie so ein Taxi funktioniert? Die Schafwolle ist wie geschaffen dafür: Viele Samen bleiben darin haften und werden so über weite Strecken von den Schafen verbreitet. Oft fallen die Samen nach vielen Tagen in einem anderen Gebiet wieder ab. Neben der Verbreitung der Pflanzen findet ein genetischer Austausch statt. Auch zwischen den Klauen bleiben Samen haften und manche verlassen die Schafe auch unbeschadet über die Verdauung.